Die Geldmaschine

Die Geldmaschine

beschenkt Leute, die längst genug und
zuviel haben. Das ist ihre einzige Aufgabe.

Sie wohnt in einem Haus ohne Adresse.
Drin ein Kopf ohne Gehör.

Die Schlichten, die Rassisten der Welt
brüllen seit vier Jahren lauter als zuvor.

Ihr Respekt vor der Geldmaschine ist so enorm,
daß sie Ersatzgegner fanden.

Gebildete, Demokraten und Menschenfreunde
schimpfen auf die Schlichten, die Besorgten.

Auf die Rassisten und künftigen Mörder.
Aus dem selben Grund:

Sie finden kein Wort für die Geldmaschine.
System? Bankenirrsinn? Lobbyismus-Geschwür?

Die Geldmaschine verteilt auf viele Leiber
zeigt sich einsichtig, doppelbödig, kichert, lobt.

Lobt Tüchtigkeit. Professoren steuern
Statistiken bei. In ihre offenen, alten Münder

fallen Drittmittel-Erdnüsse. „Erkenntnisse“ hetzen
Mittelschicht und Unterschicht aufeinander

bald Scherben auf der Grundstücksbegrenzung
und Kameras, Kameras, rote Schalter

Bewegungsmelder melden Wind und Spatzen
Jeder kann es schaffen, doch Münzautomaten

und selbstreinigende Klobrillen vertrieben
die Klofrau. Das ist nicht die Geldmaschine,

das ist Technik. Doch Entscheidungen treffen
immer noch Menschen. Keiner ist schuld,

die Geldmaschine erhob sich wie ein Metall
aus der Erde, in nebliger Nacht, Anfang Januar.

dennoch sind die am schlimmsten, die all das
verlogene Faul und Fleißig nachplappern
ohne dafür Geld zu kriegen.

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